PRESSEMITTEILUNG/AUFRUF
Das Waldheim Wangen im Jahr 1928
Der Zeitungsbericht hebt die „seelische Erholung und Stärkung der Kinder“ hervor, sowie „eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 6 Pfund“. „Die Ferienkolonien, aus der Not geboren, haben sich jetzt erst recht eingebürgert“.
Dann wirft die Tagwacht einen Blick auf alle fünf Waldheime (Botnang, Degerloch, Heslach, Prag und Wangen), in denen Sommerfreizeiten stattgefunden haben, und schreibt über das
Waldheim Wangen
Festlich geschmückt hatten die Kinder ihren herrlich gelegenen Ferienaufenthalt. Voll Erwartung waren die Eltern und sonstigen Freunde erschienen, voll Spannung auch die Kinder. Galt es doch, zu zeigen, was die Kinder neben ihrer Erholung an schönen Volkstänzen, Spielen, Gesängen gelernt haben. Und das war reichlich viel. Den Helferinnen darf herzlich für ihre viele Mühe gedankt werden. Mit einem Musikvortrag und einem gemeinsamen Gesang begann die Feier. Einige Mädels sagten frisch und frei ihre Gedichte her. Genosse Erhard Schneckenburger [Mitglied des Landtags Baden-Württemberg 1946-50] richtete (…) an die Eltern und Kinder die Aufforderung, dafür zu sorgen, daß nächstes Jahr noch viel mehr Arbeiterkinder den Weg zum schönen Waldheim finden möchten. Die Buben ließen es sich nicht nehmen, zur Freude aller ihren „Zirkus Lustig“ vorzuführen. (…) Den Mädels und Buben fiel es recht schwer, den Heimgang anzutreten. In einem langen Zug bewegte sich der Fackelzug ins Tal, wo sich jung und alt mit dem Wunsche verabschiedete: Wiedersehen im nächsten Jahr!